Vom Korsett zu Social Media: Schönheitsideale im Wandel

Zielgruppe: Schüler:innen ab 16, maximale Gruppengröße 25-27

Was hat Mode mit Freiheit zu tun? In diesem interaktiven Workshop für alle ab 16 Jahren gehen wir dieser Frage auf den Grund. Gemeinsam entdecken wir, wie Kleidung schon immer ein Spiegel ihrer Zeit war: von der Französischen Revolution bis heute.

Wir starten mit echten Stücken aus der Vergangenheit, wie Korsetts und Krinolinen. Schnell kommt die Frage auf: Wer bestimmt eigentlich, was schön ist, und was sagt Kleidung über die Rolle der Frau aus? Ein kurzer Sprung in die Geschichte zeigt uns die ersten Forderungen nach Gleichberechtigung und stellt uns mutige Frauen wie Olympe de Gouges vor. Dabei wird klar, wie sehr Mode schon immer zwischen dem Wunsch nach Freiheit und starren gesellschaftlichen Erwartungen schwankte – mal luftig-leicht wie um 1800, mal extrem einengend wie im Biedermeier.

Das Herzstück des Workshops ist aber der praktische Teil: Zwei Freiwillige probieren historische Kleidung an, und wir beobachten alle zusammen, was passiert. Wie verändert sich die Atmung, die Beweglichkeit, wie meistert man damit ganz einfache Alltagssituationen? So wird hautnah spürbar, wie Kleidung den Körper formt und uns im wahrsten Sinne des Wortes im Weg stehen kann.

Danach schlagen wir die Brücke in die Gegenwart: Welche unbequemen Kleidungsstücke empfinden wir heute als „normal“? Welche Rolle spielen Social Media und Werbung für unser eigenes Bild von Schönheit? Wir tauschen uns über Beispiele aus unserem Alltag aus und schärfen unseren Blick für Körper- und Rollenbilder, die uns ständig umgeben.

Am Ende erkennen die Jugendlichen in Mode mehr als einen Trend, sie zeigt Macht, Regeln und das immerwährende Streben nach Freiheit, damals wie heute.

Dauer: 80 Minuten + 10 Minuten Pause

Zielgruppe: Schüler:innen ab 16, maximale Gruppengröße 25-27

Methoden: Kurzinput Historie, Objekte, Anprobieren, Diskussion