Das internationale Netzwerk der Frauenmuseen


 

Schon in den letzten Jahren haben sich die Frauenmuseen kennengelernt und erste Projekte zusammen organisiert und durchgeführt. 2008 hatte sich in Meran das Netzwerk der Frauenmuseen weltweit gegründet, um sich auszutauschen, gemeinsame Projekte zu planen, sich gegenseitig zu unterstützen und Initiativen zur Neugründung eines Frauenmuseums zu beraten. Viel zu wenig ist es bekannt, dass weltweit an die 50 Frauenmuseen und ca. 15 Initiativen existieren. Über Ländergrenzen hinweg haben sie viele Gemeinsamkeiten:

Fast alle gründeten sich als private Initiative und alle Einrichtungen entstanden aus einem Defizit, da Frauengeschichte und Frauenkultur und den herkömmlichen Museen nicht (genügend) dargestellt wurde.

 

2012 wurde in Alice Springs in Australien der Verein International Association of Women’s Museums (IAWM) gegründet. Eine Satzung und eine inhaltliche Resolution wurden verabschiedet.

Der sechsköpfige Vorstand kommt aus verschiedenen Kontinenten: Bettina Bab: Frauenmuseum Bonn, Mona Holm: Kvinnemuseet in Kongsvinger Norwegen, Sigrid Prader: Frauenmuseum Meran, Catherine King: International Museum of Women, USA, Patricia Galeano: Museo de la Mujer, Mexico, Thi Bich Van: Vietnamese Women’s Museum in Hanoi.

 

Ziele sind unter anderem: die Sichtbarkeit von Frauengeschichte und Frauenkultur zu fördern und ein Bewusstsein für Frauenfragen hervorzurufen, um einen Beitrag zu einer geschlechtergerechten Gesellschaft zu leisten. Die Aktivitäten der einzelnen Museen werden auf der gemeinsamen Homepage iawm.international publik gemacht. Viele Häuser zeigen nicht nur Sonderausstellungen, sondern organisieren zahlreiche Veranstaltungen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Einige Museen bieten darüber hinaus Kurse und Workshops an. In Zukunft wird es weitere und engere Kooperationen geben.