Immigrant Sisterhood

Sonderausstellung ab 9. März 2021

Mit Bildern und Texten vermitteln junge geflüchtete Frauen Eindrücke ihres Lebens in den Erstaufnahmezentren und in ihrer neuen Heimat. Die Werke sind das Ergebnis eines Forschungsprojektes, an dem Frauen aus einem Erstaufnahmezentrum in Süditalien gemeinsam mit Sabine Tiefenthaler (Doktorandin der Fak. F. Erziehungswissenschaften der Freien Universität Bozen), und Gemma Lynch (Fotografin und Produzentin) gearbeitet haben.

Immigrant Sisterhood ist Teil eines ethnographisch-partizipativen Forschungsprojekts, bei dem junge Frauen mit Fluchtbiografien verschiedene Aspekte ihres Lebens in Erstaufnahmezentren zeigen wollen. Die Ansichten und Stimmen von Frauen mit Fluchtbiografien werden nur selten in den öffentlichen Diskurs einbezogen und ihre Situation bleibt weitgehend unberücksichtigt.

Vorherrschende Opfer-Bilder tragen zur Aufrechterhaltung negativer Geschlechterstereotypen bei, die Gewalt gegen Frauen oft verharmlosen und Ressourcen ausblenden. Um diesen Stereotypen entgegenzuwirken, sollen mit dem dokumentarischen Fotoprojekt die Perspektive geflüchteter Frauen, die Komplexität ihrer Erfahrungen sowie ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen.

Zum Auftakt der Ausstellung am 09.03. um 18:30 Uhr laden die Veranstalter*innen zu einem Gesprächskreis mit Sabine Tiefenthaler, Gemma Lynch, Irene Sanmartino (Caritas) und einer der geflüchteten Frauen.

Anmeldung erforderlich: info@museia.it; 0473 231216

Den Gesprächsabend kann man auch über livestream vom Frauenmuseum ansehen.

In Zusammenarbeit mit Caritas, OEW Organisation für eine solidarische Welt, HRI Human Rights International und im Rahmen von STOP RACISM – Aktionswochen gegen Rassismus.