Hudern?

Coming soon…

Das Reparieren als Zeichen der Wertschätzung gegenüber Arbeit und Ressourcen, welche in einem Kleidungsstück stecken.

Auch mit Geflicktem aus dem Archiv des Meraner Frauenmuseums als historischer Beitrag: Flicken nicht aus der Not heraus, sondern als Tugend, als sogenannte Hausarbeit, den Frauen abverlangt.

Hudern: Dialektal für Putzlappen oder billig verarbeitete Kleidung.

Letztere ist ein problematisches Produkt der Fast Fashion, für Julia Vontavon, angehende Schneiderin, schon seit langer Zeit ein Thema.

Ihr Anliegen ist es, auf die desaströsen Arbeitsbedingungen und die umweltschädlichen Verfahren in der Textil-Produktion aufmerksam zu machen. Sie möchte aber auch darauf hinweisen, wie von uns mit den Kleidungsstücken nach dem Kauf umgegangen wird, vor allem wenn sich erste Löcher bemerkbar machen oder das Teil nicht mehr trendy genug ist.

Das nachhaltigste Kleidungsstück ist das, welches wir schon haben.

Julia Vontavons erste Ausstellung (1. – 8. September 2020 in Klausen) will aufzeigen, wie man Kleidungsartikeln durch Wieder- oder Weiterverwendung ein zweites Leben schenken kann.

Früher eine der vielen unbezahlten weiblichen Hausarbeiten, wird Flicken und Stopfen heutzutage als Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft gesehen und im Netz unter #visiblemending gefeiert.

Eine andere Möglichkeit der Wiederverwertung ist das Upcycling, dabei wird nicht mehr Nutzbares oder Genutztes durch handwerkliche Neukombination wieder zu etwas Tragbarem.