Frida Parmeggiani

Die international bekannte Meraner Kostümbildnerin Frida Parmeggiani zeigt Kostümabstraktionen in der Gastvitrine des Frauenmuseums.

In den drei Jahrzehnten von 1978 bis 2008 war Frida Parmeggiani Europas gesuchteste Kostümbildnerin. Sie hat unter anderem mit Regielegenden wie Rainer Werner Fassbinder, Samuel Beckett und André Heller gearbeitet, bereits 1979 stattet sie Wagners Lohengrin bei den Bayreuther Festspielen aus.

Legendär sind ihre großartigen Ausstattungen bei den Bayreuther und Salzburger Festspielen, der Metropolitan Opera in New York, dem Burgtheater in Wien, der Opéra du Châtelet, der Opéra Garnier und dem Théâtre de l’Odéon in Paris, um nur einige der vielen Highlights zu nennen. Drei Jahre hat sie am Mozarteum in Salzburg und elf Jahre an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien unterrichtet.

Heute lebt sie zurückgezogen in ihrer Geburtsstadt Meran.

2016 zeigten Kunst Meran und die Universität Mozarteum Salzburg anlässlich des 70. Geburtstages der Meraner Kostümbildnerin eine umfangreiche Frida Parmeggiani–Ausstellung. Nun sind einige dieser einzigartigen Werke, die im Rahmen dieser Ausstellung entstanden sind, im Frauenmuseum erneut ausgestellt.

Im Rahmen dieser Ausstellung arbeitete Parmeggiani erstmals ohne Dramaturgie, Sänger und Schauspieler und konnte ihre minimalistische Formensprache statisch-skulptural einsetzen. Die hochästhetischen Kostüme entstanden aus edlen Stoffen in Kombination mit Metallelementen oder Versatzstücken aus der Natur. Sie verbinden hohe Schneiderkunst mit wertvollem Kunsthandwerk.

In der Gastvitrine wird immer wieder eine Frau geehrt, die Wegbereiterin für andere Frauen war – ob im Beruf oder sonst im Leben. So ist es für das Frauenmuseum eine besondere Freude, nun in dieser Vitrine Frida Parmeggiani zu ehren, die mit Zielstrebigkeit und Leidenschaft ihren Weg gegangen ist, Einzigartiges geschaffen hat und in der internationalen Theater- und Opernwelt neue Maßstäbe gesetzt hat.