Die Entstehung des Frauenmuseums hängt eng mit der Lebensgeschichte der Gründerin selbst, Evelyn Ortner, zusammen.
Die gebürtige Vorarlbergerin kam 1968 nach Meran und eröffnete Ende der 70er Jahre den Second-Hand-Laden »Petersilie«. Das Geschäft, das auch einen Kostümverleih beinhaltete, war schon für sich selbst ein kleines Museum. Die „Petersilie“ ermöglichte Evelyn Ortner, ihre Leidenschaft des Sammelns zu betreiben und diese auch teilweise damit zu finanzieren.
1988 konnte sie einen langgehegten Traum erfüllen: die Sammlung in ein Museum umzuwandeln. Sie fand im Haus Nr. 68 unter den Lauben das geeignete Lokal, um ihr Museum, das sie »Das kleine Museum für Kleid und Tand« taufte, zu eröffnen. Und in denselben Räumen dieses Laubenhauses, das zu den ältesten und geschichtsträchtigsten der Stadt gehört, sind wir bis Ende 2009.
Doch leider dauerte diese Zeit für Evelyn Ortner nicht lange: Der traurigste Moment in der Geschichte des Frauenmuseums ist zweifelsohne der Tod von Evelyn Ortner im Jahre 1997, als sie ihrem Krebsleiden erlag. Seit 1997 wird das Frauenmuseum von einem Team mit Begeisterung und Idealismus weitergeführt.
In der Zwischenzeit ist der Museumsbetrieb stets weiter gewachsen. Die Ausstellungsräume sind im Jahr 2000/01 vergrößert worden. Zu den 200 Jahren Geschichte der Frauenbilder und -rollen anhand der Mode Accessoires und Alltagsgegenstände kam eine historische Küche und Waschküche hinzu.
Durch die Erweiterung bekam das Frauenmuseum einen großen Ausstellungssaal, in dem nun mehrmals im Jahr wechselnde Sonderausstellungen stattfinden.
Ein wichtiger Bestandteil sind auch unsere Wanderausstellungen geworden, um für Frauengeschichte auch außerhalb der vier Wände des Frauenmuseums zu sensibilisieren, aber auch der Austausch und die Vernetzung mit anderen Organisationen.