Resolution der Frauenmuseen 

Es sind die Frauen, die Weltgeschichte schreiben! Daher muss es in jedem Land ein Frauenmuseum geben.“

 

Shirin Ebadi, Friedensnobelpreisträgerin 2003 und Patin des I. Internationalen  Kongresses der Frauenmuseen 

 

Die Thesen – Grundlage gemeinsamer Netzwerkarbeit:

  • Das Logo des I. Internationalen Frauenmuseumskongresses wird auch zum Logo des weltweiten Netzwerks von Frauenmuseen. Frauenmuseen sind wichtige Einrichtungen in und für die verschiedenen Länder, und es ist unser Ziel, deren Sichtbarkeit und Akzeptanz in unseren Gesellschaften zu vergrößern.
  •  Frauenmuseen sind unterschiedlich: Sie spiegeln weibliche Rollenbilder und Situationen des Frauenalltags wider, in politischer, kultureller , künstlerischer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht - vergangene und gegenwärtige. Sie erhalten und schaffen Frauenkultur/en, beseitigen Vorurteile und tragen zum Respekt gegenüber Frauen bei, auch im Sinne der Wahrung von Menschenrechten. Sie sind Spiegel der Gesellschaft und auch des gesellschaftlichen Wandels in der Welt. 
  •  Museen, die sich großen weiblichen Persönlichkeiten widmen, werden eingeladen, dem Netzwerk beizutreten.
  • Frauenmuseen stützen sich auf den Gründerinnenwillen und den Antriebsgeist des I. Internationalen Frauenmuseumskongresses, um ihre Möglichkeiten zu stärken. Das Netzwerk soll weiter aufgebaut werden. Frauenmuseen wollen voneinander lernen, sich austauschen, Informationen weitergeben, Ideen und Erfahrungen zusammentragen, gemeinsame Projekte und Ausstellungen planen. Dazu nutzen sie die für den I. Frauenmuseumskongress geschaffene Internetplattform www.womeninmuseum.net  als Instrument ihrer Netzwerkarbeit. Frauenmuseen schöpfen damit aus den Vorteilen der Globalisierung und schaffen positive Werte.
  •  Das Frauenmuseen-Netzwerk spricht einstimmig, dabei aber immer die Unterschiede zwischen den einzelnen Museen respektierend.
  • Die teilnehmenden Frauenmuseen setzen sich für die Verwirklichung der im Lauf des I. Internationalen Frauenmuseumskongresses abgesegneten Projekte ein.
  • Frauenmuseen leben weibliche Solidarität. Sie unterstützen einander, insbesondere wenn sich eines der Museen in Schwierigkeiten befindet. Das Netzwerk nutzt dabei auch die Möglichkeiten des Protests, beispielsweise von Unterschriftensammlungen, Resolutionen, Kampagnen usw.
  • Das Frauenmuseen-Netzwerk bietet Unterstützung für die einzelnen Frauenmuseen im Falle von Ideendiebstahl.
  •  Die am Netzwerk beteiligten Frauenmuseen unterstützen Frauen und Initiativen zur Gründung von Frauenmuseen in Ländern, die noch keine solche Einrichtung haben.  
  •   Frauenmuseen fordern die Regierungen ihrer Länder auf, Frauenmuseen und deren Arbeit zu unterstützen, indem sie deren finanzielle Grundlage sichern. 
  •  Das Frauenmuseen-Netzwerk fordert einen eigenen Bereich im ICOM, um die eigenen Potentiale zu stärken und eine größere Sichtbarkeit zu erreichen.
  • Das Netzwerk verpflichtet sich, regelmäßige Begegnungsmöglichkeiten wahrzunehmen und gemeinsame Kongresse und Tagungen zu organisieren.

Für den Beitritt genügt ein Mail an info@womeninmuseum.net indem der Wunsch nach Mitgliedschaft und das Einverständnis für diese Resolution erklärt wird.