Wanderausstellung - Mostra itinerante Stumme Zeuginnen – testimoni silenziose
gewidmet den Frauen, Opfern von Gewalt / dedicata alle donne vittime di violenza
21.10. – 06.11.2011 im Frauenmuseum Meran
Frauen gegen Gewalt ONLUS“ Meran; Gemeinde Meran, Bezirksgemeinschaft Meran, Frauenmuseum
Literarischer Salon – Weibliche Lebenskunst: Alma de l’Aigle (1889-1959)
Do. 17.11.2011 um 19.30 Uhr im Frauenmuseum
in Zusammenarbeit mit URANIA Meran
(Gebühr 10 € inkl. Getränk)
in deutscher Sprache
Im Mittelpunkt der Literarischen Salons, die wir in Zusammenarbeit mit der URANIA Meran, veranstalten, stehen bedeutende historische Frauengestalten, die Bahnbrechendes in verschiedensten Bereichen wie Wissenschaft, Kunst, Politik, Medizin etc. geleistet haben. Alma de l`Aigle wollte Malerin werden – so, als Augenmensch beschreibt sie den Ort, in dem sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte, einen großen Garten vor den Toren von Hamburg. Die Familie lebte dort in bewusst autarker Lebensweise, bezog ihr gesamtes Gemüse, das Obst, Beeren, Wein, Honig, Rosen aus dem eigenen Besitz. Das Bewahren alter Samensorten spielte dabei eine wichtige Rolle. Alltag und Feste werden in poetischen kleinen Texten geschildert. Alma wurde Lehrerin. Ihr Engagement für Kinder aus den Arbeitervierteln , ihr Einsatz im Widerstand gegen die Nationalsozialisten speiste sich aus den Grundfesten ihrer Lebenseinstellung , aus ihrer Kreativität , ihrer Phantasie und Stärke die sie im heimatlichen Garten entwickelt hatte. In den 50er Jahren wurde sie eine anerkannte Rosenforscherin. Gisela Landesberger erzählt von dieser außergewöhnlichen Frau, liest Passagen aus ihrem wunderschönen Buch ‘Ein Garten’ und überrascht sie mit kleinen köstlichen Rosenspezialitäten aus eigener Herstellung.
Gisela Landesberger, Erzählerin, seit 1989 gestaltet sie ihre ‘Literarischen Salons- Weibliche Lebenskunst’, darin hat sie bislang mehr als 70 Frauen in den Mittelpunkt gestellt.
Monographie über Rina Riva
Buchvorstellung
Die AutorInnen Gianna Riva (Tochter), Mathias Frei und Anna Maria Pianca stellen die mehrsprachige Monographie zur Künstlerin Rina Riva vor: "Rina Riva: Sie war eine Meisterin der Kunstgraphik. Neben der Beherrschung der klassischen Ausdrucksformen in Radierung und Holzschnitt vermochte sie vor allem im Bereich der innovativ-experimentellen Techniken unverkennbar eigenständige Akzente zu setzen. Ihr Wissen und Können hat sie auch Künstlern, Lehrern und Generationen von Schülern vermittelt. Als Mitbegründerin und Leiterin des Institutes für Kunstgraphik in Meran von 1982 bis 2010 hat sie große Verdienste erworben."
Ort: Meran, Frauenmuseum, Meinhardstr. 2
Datum: 11.11.2011 Uhrzeit: 19:00 Uhr
Freitag, 4. November um 20.00 Uhr im Frauenmuseum &
05. November Tagesseminar
Schwester Tod
Lesung, Vortrag und Seminar mit Erni Kutter
Frauentraditionen im Umgang mit Leben und Sterben
Eine Zusammenarbeit von urania meran und Frauenmuseum Meran
Erni Kutter greift auf altes Frauen-Wissen zurück und lädt ein, diesen reichen Erfahrungsschatz zu erinnern und im Sinn einer weiblichen Sterbe- und Trauerkultur für unsere Zeit neu zu beleben. „Schwester Tod“ erzählt von Sterbeammen, Seelenwächterinnen, Fährfrauen und Totenmüttern, die den Menschen beim Übergang in die „andere Welt“ zur Seite standen. Das Buch regt an, die mütterlich-weiblichen Bilder des Todes in Märchen und Sagen zu entdecken und sich mit jahreszeitlichen Riten, AhnInnenfesten und dem Totenbrauchtum vergangener Zeiten zu beschäftigen. Es will unsere Vorstellungen von Leben und Tod, vom „Diesseits“ und „Jenseits“ erweitern, uns in die mittelalterliche „Kunst des Sterbens“ einführen und so unseren Alltag bereichern.
Tagesseminar für Frauen
Das Seminar lädt ein, in Gespräch und Austausch, mit Bildern und einfachen Kreistänzen die Themen und Fragestellungen des Buches zu vertiefen und auf dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen zu betrachten. Es gibt Gelegenheit, die reiche Abschieds-, Trauer- und Gedenkkultur kennen zu lernen, die Frauen in den letzten Jahren in Deutschland entwickelt und erprobt haben. Auf dem Hintergrund alter Traditionen will es einen anderen Umgang mit Leben und Tod, mit Sterbenden, Verstorbenen und Trauernden ermöglichen.
Anmeldung erforderlich unter 0473 230219 oder 0473 231216 95 Euro